Fachartikel & Blog

Praxiswissen, Technik-Trends und Entscheidungshilfen für Softwareentwicklung, Embedded, Web und Industrie.

Embedded 10. September 2026

Wann lohnt sich ein eigener Mikrocontroller statt einer fertigen Platine?

Für viele IoT- und Industrieanwendungen scheint der Einstieg über fertige Entwicklerboards verlockend. Doch spätestens bei hohen Stückzahlen, speziellen Anforderungen an Größe, Stromverbrauch oder Sicherheit lohnt sich der Schritt zu einem eigenen Mikrocontroller-Design. In diesem Artikel erklären wir die wichtigsten Entscheidungskriterien, Kostenfaktoren und typische Fallstricke.

Die Auswahl beginnt mit der Definition der Sensorik, der Kommunikationsschnittstelle und der Energieversorgung. Ein STM32 bietet hohe Flexibilität, ein ESP32 integriert WLAN und Bluetooth kostengünstig, ein nRF52 punktet bei Bluetooth Low Energy. Entscheidend ist nicht der Preis eines einzelnen Bausteins, sondern Gesamtkosten für Entwicklung, Zertifizierung und Wartung.

Erfahrungsgemäß rechnen sich eigene Designs ab etwa 1.000 Stück pro Jahr, wenn das Gehäuse, die Stromversorgung oder die Schnittstellen spezielle Anforderungen stellen. Vorher lohnt ein iteratives Vorgehen: Prototyp mit Entwicklerboard, Feldtest, dann maßgeschneiderte Hardware.

Web 10. September 2026

Webanwendung oder Excel? So finden Sie den richtigen Zeitpunkt für maßgeschneiderte Software

Viele Unternehmen beginnen mit Tabellen, um Prozesse abzubilden. Das ist schnell und kostengünstig. Doch irgendwann stoßen Excel und SharePoint an ihre Grenzen: Mehrbenutzerfähigkeit, Berechtigungen, Versionierung und Automatisierung werden zum Problem. Der richtige Zeitpunkt für eine individuelle Webanwendung ist erreicht, wenn Fehler durch manuelle Eingaben häufiger werden und die Zusammenarbeit über E-Mail an Stellen hängen bleibt.

Eine maßgeschneiderte Webanwendung löst diese Probleme durch klare Workflows, Rollen und Rechte sowie direkte Integration in bestehende Systeme. Sie skaliert mit dem Unternehmen und lässt sich gezielt um neue Funktionen erweitern. Wichtig ist, den Nutzen messbar zu machen: eingesparte Arbeitszeit, weniger Fehler, schnellere Durchlaufzeiten.

Wer früh in individuelle Software investiert, zahlt langfristig weniger als jemand, der ständig mit Workarounds und manuellen Prozessen kämpft. Der entscheidende Faktor ist ein klarer MVP: ein erster funktionierender Prototyp, der den größten Schmerzpunkt behebt.

Industrie 10. September 2026

SPS und IT verbinden: OPC UA als Brücke zwischen Maschine und Cloud

In der Industrie entsteht eine Kluft: Steuerungen kommunizieren in Echtzeit, Unternehmens-IT arbeitet datenorientiert. OPC UA schließt diese Lücke. Der offene Standard ermöglicht es, Maschinendaten sicher, semantisch beschrieben und plattformunabhängig auszutauschen. Für Unternehmen bedeutet das mehr Transparenz, bessere Wartung und die Grundlage für Predictive Maintenance.

Die Herausforderung liegt in der Integration: Alte SPS-Generationen sprechen oft proprietäre Protokolle, Netzwerke müssen segmentiert werden, und Sicherheitsanforderungen steigen. Eine solide Architektur setzt auf Gateways, durchgängiges Identity Management und klare Datenmodelle. Wir setzen dabei auf bewährte Industrieprotokolle und ergänzen sie mit modernen Backends in C#/.NET oder Python.

Der Erfolg misst sich daran, wie schnell Maschinendaten in Geschäftsentscheidungen überführt werden können. Wer heute eine offene Kommunikationsarchitektur etabliert, ist fit für Industrie 4.0 und die kommenden regulatorischen Anforderungen.

Haben Sie Fragen zu einem Thema?

Sprechen Sie uns an – wir beraten Sie gerne zu Ihrem Projekt.

Kostenloses Beratungsgespräch